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Mitarbeitende fordern: 
Gute Arbeit in der Diakonie muss zuverlässig finanziert bleiben!
Gegen die geplanten Einschränkungen bei der Refinanzierung tariflicher Entgeltsteigerungen wehren sich die Interessenvertretungen diakonischer Einrichtungen in Württemberg. 
Die Mitarbeitervertretungen warnen davor, die Kosten der Sozialversicherungen auf die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen abzuwälzen. Wer gute Pflege, Betreuung und soziale Arbeit will, muss auch faire Löhne finanzieren.

Gerade diakonische Einrichtungen sind auf eine verlässliche Refinanzierung angewiesen. Werden Tarifsteigerungen künftig nicht mehr vollständig berücksichtigt, steigt der Druck auf die Arbeitsbedingungen und die Entgeltentwicklung der Beschäftigten.

Auf der Delegiertenversammlung der Mitarbeitervertretungen fordern sie Bund und Länder auf, die bestehenden Tariftreueregelungen zu erhalten und die vollständige Refinanzierung tariflicher Entgeltsteigerungen dauerhaft sicherzustellen.

Gute Arbeit braucht verlässliche Rahmenbedingungen – auch in Zukunft.

Das ist passiert: 
Resolution verabschiedet auf der AGMAV-Vollversammlung am 9.7.2026 
 
Gute Arbeit muss zuverlässig finanziert bleiben

Die Delegiertenversammlung von über 500 Mitarbeitervertretungen der Diakonie Württemberg fordert die politisch Verantwortlichen auf Bundes- und Landesebene auf, die geplanten Einschränkungen bei der Refinanzierung tariflicher Entgeltsteigerungen zurückzunehmen und die bestehenden Tariftreueregelungen in Kranken- und Pflegeversicherung zu erhalten.

Mit großer Sorge beobachten wir die aktuellen Reformvorhaben der Bundesregierung. Während in den vergangenen Jahren die Bedeutung fairer Löhne und guter Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Sozialwesen zu Recht betont wurde, droht nun ein Kurswechsel. 

Die geplanten Änderungen stellen die verlässliche Finanzierung tariflicher Vergütung in Frage und gefährden damit eine wichtige Grundlage guter Arbeit.
Die Mitarbeitenden in Pflege, Betreuung, Krankenhäusern, Eingliederungshilfe, Jugendhilfe und vielen weiteren sozialen und gesundheitlichen Arbeitsfeldern leisten täglich unverzichtbare Arbeit für Menschen, die auf Unterstützung und Pflege angewiesen sind. Diese Arbeit verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch die verlässliche Finanzierung fairer Arbeitsbedingungen und angemessener Entgelte.

Als Beschäftigte sehen wir die Auswirkungen auf die Wohlfahrtsverbände besonders kritisch. Die Entgeltentwicklung in den diakonischen Arbeitsrechtsregelungen orientiert sich an den Tarifentwicklungen des öffentlichen Dienstes. Damit wird sichergestellt, dass Beschäftigte in diakonischen Einrichtungen bei ihrer Vergütung nicht dauerhaft hinter vergleichbaren Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zurückbleiben. Werden tarifliche Entgeltsteigerungen künftig nicht mehr vollständig refinanziert, wächst der Druck, diese Entwicklungen nicht oder nur eingeschränkt zu übernehmen.

Wir wenden uns entschieden gegen Bestrebungen, finanzielle Herausforderungen der Sozialversicherung auf dem Rücken der Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen zu lösen.

Die Delegiertenversammlung der Mitarbeitervertretungen in der Diakonie Württemberg fordert Bund und Länder auf, die Tarifbindung zu stärken, statt auszuhöhlen und die vollständige Refinanzierung tariflicher Entgeltsteigerungen dauerhaft sicherzustellen.

Gute Arbeit muss auch künftig zuverlässig finanziert werden!